Körper unter Stress
Unser Organismus versucht, eine konstante Temperatur von rund 37 Grad zu halten. Doch bei großer Hitze gerät dieses Gleichgewicht leicht aus dem Takt. Der Körper beginnt zu schwitzen, die Blutgefäße erweitern sich, der Kreislauf läuft auf Hoch- touren. Das kostet Energie – und kann schnell zur Überforderung führen. „Viele unterschätzen die Belastung, die Hitze für Herz und Kreislauf bedeutet“, sagt ein Sprecher der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
Schlaflose Nächte – wer kennt das nicht
Die zunehmenden Tropennächte beeinflussen auch unseren Schlaf. Die an sich zur Erholung gedachte Phase wird plötzlich zu einer beschwerlichen Zeit für unseren Körper. Mit wissenschaftlich belegten Folgen: Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nimmt tagsüber ab, und unsere Stimmung kippt leichter ins Negative. Unser Körper ist einfach auf mehreren Ebenen überfordert. Ein Umstand, der sich dann auch im Arbeitsalltag fortsetzt – meist auch in einer Umgebung mit höheren Temperaturen.
Unzureichende Lösungen mit Folgen
Viele Menschen „helfen“ sich not gedrungen mit klassischen Klimaanlagen. Das erhöht nicht nur die Stromrechnung, sondern auch das Infektionsrisiko, wie Georg Langmayr, Fachgruppenvertreter der Nasen- und Ohrenheilkunde in einem Interview erklärt: „Mit einer Klimaanlage wird die Luft nicht nur sehr kalt, sondern auch trocken. Das belastet die Schleimhäute und erhöht die Anfälligkeit für Infektionen.“ Verschärft wird diese Situation durch den kalten Luftzug und den dauerhaften Geräuschpegel.
Vorbereitung ist lebenswichtig
Experten fordern deshalb gezielte Hitzeschutzpläne – vor allem für Pflegeeinrichtungen, Spitäler und Kindergärten. Aber auch Privatpersonen können viel tun: ausreichend trinken, körperliche Anstrengung vermeiden, Räume richtig kühlen und sich über Hitzewarnungen in- formieren. Die gute Nachricht: Viele Hitzeschäden sind vermeidbar – wenn man rechtzeitig handelt.



